Gartenteich Probleme und Lösungsvorschläge

Dieie Wahrheit ist, das Fehler in der Planung und Ausführung oft zu Folgeproblemen führen können. Aber wir können Sie beruhigen, viele Probleme kann man trotz allem noch in den Griff bekommen. Trotzdem sei an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich gesagt, die Planung vor dem ersten Spatenstich ist Grundvorrausetzung!

Für alle anderen Probleme folgt nun eine Reihe mit ihren Ursachen und Möglichkeiten zur Behebung.

Problem: Mein Teichwasser ist komplett Grün!

Grünes Teichwasser ensteht durch mikroskopisch kleine Algen welche im Wasser schwimmen. Der Grund ist ein Überangebot von Nährstoffen, der unter anderem durch zu viele Fische, zuviel Futter, zu sonnige Lage oder zu wenig Pflanzen hervorgerufen wird. Die Kombination mehrerer Fehler führt dann zu dieser Algenexplosion. Sollte schon eine Filteranlage mit UV-C Strahler im Einsatz sein ist diese evtl. zu klein, verschmutzt oder defekt.

Tipp:

  • Setzen sie Schilf ein (der größte Nährstoffsammler)
  • Setzen sie mehrere Seerosen ein (Schattenspender)
  • Sorgen sie für Futterkontrolle mit einem Futterring (verhindert das sich Futter im ganzen Teich verteilt.
  • Reduzieren sie die Futtermenge (Nur zweimal pro Woche soviel füttern wie in 15 Minuten verbraucht ist)
  • Benutzen sie einen starken UV-C-Strahler, welcher die Algen abtötet
  • Verwenden sie zusätzlich Grünwasserstop, wie er im Handel angeboten wird.

Problem: In meinem Teich schwimmen grüne Wattebäusche

Hierbei haben wir es mit den lästigen Fadenalgen zu tun. Grund sind Einschleppungen durch neu erworbene Pflanzen in Verbindung mit zu vielen Nährstoffen oder zu vielen Flachwasserzonen im Teich. Ein hohes Maß an Sonneneinstrahlung begünstigt den Prozess.

Tipp:

  • Schalten sie alle UV-C Lampen aus
  • Sorgen sie für Schatten (Seerosen)
  • Senken sie Vorsichtig den PH-Wert auf 6,8 bis zum nächsten Winter (Achtung!! Bei falscher Handhabung können ihnen ihre Fische sterben)
  • Benutzen sie eine Kupferanode wie sie in speziellen Teichshops angeboten wird.

Wasserversust - Mein Teich verliert Wasser

Oft ist die Teichfolie oder die Fertigteichform gar nicht beschädigt.

Tipp:

  • Sollte ein Bachlauf angeschlossen sein, ist zuerst dort nach dem Fehler zu suchen. Schalten sie ihn einfach aus und beobachten sie ob sich der Wasserspiegel weiter stark absenkt.
  • Als nächstes überprüfen sie den Teichrand nach feuchten Stellen. Sollte die Kapillarsperre nicht funktionieren, saugt sich Wasser über Falten und Überwucherungen, wie bei einem Dochtsystem, aus dem Teich in das umliegende Gelände. Suchen sie solche Stellen und beseitigen sie diese.
  • Sollten die ersten zwei Möglichkeiten scheitern, lassen sie den Wasserstand absacken. Er müsste genau unterhalb der Beschädigung stoppen und die Stelle somit freigeben. Solch ein Leck versteckt sich gern in einer Falte.

Ich habe Schlangen in meinem Schwimmteich. Kann ich trotzdem baden?

 Die Natur ist immer bestrebt sich auszugleichen. So ruft Wasser oft Frösche herbei und Frösche ihren Gegenspieler die Schlange. Da wir nicht in Ihr Beuteschema passen, haben sie nichts zu befürchten. Zudem sind unsere einheimischen Schlangen, bis auf eine selten gewordene Ausnahme, alle komplett harmlos. Es ist leider so, dass der Mensch durch Trockenlegungen die natürlichen Lebensräume der Schlange zerstört hat und Sie daher recht selten geworden sind. Alle einheimischen Schlangen stehen daher unter Naturschutz.

Nach der Winterperiode sind alle Fische tot und der Teich riecht faulig. Was habe ich fasch gemacht

Auch im Winter, wo alles zur Ruhe gekommen scheint, arbeiten die Prozesse im Teich langsam weiter. Algen und Unterwasserpflanzen wandeln Nährstoffe und Sonnenlicht in Sauerstoff um und das Wasser bindet Sauerstoff aus der Luft. Sollte der Teich nun mit einer Eisschicht bedeckt sein, fehlt die zweite Sauerstoffaufnahme. Legt die Natur jetzt noch eine Schneedecke darüber fehlt den Algen und Unterwasserpflanzen das Licht und Sauerstoff kann nicht mehr produziert werden. Jetzt nimmt das Unheil seinen Lauf. Die Algen sterben ab und entziehen dem Wasser dabei den letzten Sauerstoff. Für die Fische bedeutet dies das Todesurteil. In so einer sauerstoffarmen Umgebung übernehmen jetzt Fäulnisbakterien die Macht und produzieren unter anderem diesen modrigen Geruch.

Tipp:

  • Führen Sie einen Teilwasserwechsel durch.
  • Setzen sie einen Sauerstoffsprudler ein, der aber nicht auf dem Teichboden aufliegen darf.
  • Bringen sie zusätzliche Unterwasserpflanzen ein.
  • Im nächsten Winter verwenden sie einen Eisfreihalter und lassen den Sauerstoffsprudler ebenfalls den ganzen Winter laufen. Der Stromverbrauch dafür ist äußerst gering.
  • Entfernen sie immer den Schnee vom Teich, aber schlagen Sie keine Löcher in das Eis, Schall und Druck könnte die Fische ebenfalls töten.

Wir haben schon zweimal eine Wasserschildkröte eingesetzt, doch nach einigen Wochen war Sie jedes Mal verschwunden. Was kann mit Ihnen passiert sein oder wurden Sie gefressen?

Wasserschildkröten sind eine Bereicherung für jeden Teich. Man kann Sie gut beim Sonnenbaden beobachten und nach einiger Zeit sogar aus der Hand füttern. Jedoch sind sie schon sehr alte Erdenbewohner (sozusagen Dinosaurier) und Ihr Handeln ist rein instinktiv. Sollte es der Schildkröte an etwas fehlen wie z.B. ausgewogenes Futter, ein Rückzugsort, genügend Sonne, ein Kiesufer zum graben und, eigentlich das Wichtigste ab der Geschlechtsreife, eine Partnerin zur Fortpflanzung, so wird Sie einfach auf Wanderschaft gehen. Im heimischen Teich ist die Schildkröte sicher, jedoch auf den Wanderschaften der Tiere werden sie nicht selten zum Opfer.

Tipp:

  • Verbessern Sie die Bedingungen nach den oben genannten Gesichtspunkten.
  • Halten Sie Schildkröten in Gruppen und schaffen Sie Sonnenplätze im Teich die nicht vom Land zu erreichen sind.
  • Verwenden Sie zur Sicherheit einen kleinen engen Schildkrötenzaun, der um den Teich gesetzt wird. 30cm Höhe genügen hier vollkommen.

In unserem Teich sind im letzten Jahr zweimal alle Fische verschwunden. Der Nachbar hat in diesem Zeitraum einen Storch gesehen. Was können wir tun?

Hier kommt nur der dem Storch ähnlich sehende Fischreiher in Frage. Seine Raubzüge durch die Teiche haben mittlerweile traurige Berühmtheit erlangt. Der Fischreiher verschlingt, sollte er ungestört sein, den kompletten Fischbesatz im Gartenteich. Sein Appetit ist so groß, dass er sich ohne weiteres auch einen zweiten Teich direkt im Anschluss vornimmt.

Tipp:

  • Nutzen Sie bei Abwesenheit im Handel erhältliche Wassersprenger mit Bewegungsmelder. Sie verteilen bei Gefahr kurze Wasserstöße quer über den Teich.
  • Um zu landen braucht der Fischreiher Platz. Spannen Sie daher schmale Seile oben zwischen die Bäume und der Fischreiher wird sich lieber einen anderen Teich suchen.
  • Üblicherweise wird ein feinmaschiges Netz 50 cm über den Teich gespannt. Das ist zwar sehr wirksam, sollte aber wegen der optischen Einbußen nur im Notfall vorgenommen werden.